Aktuelles

Bestattungrecht: Wechsel der Grabstätte erlaubt?

Ein Spotlight auf das aktuelle Bestattungsrecht:

Der vermutete Wunsch eines Verstorbenen, nicht getrennt von seiner Familie bestattet zu sein, reicht für eine Umbettung in ein anderes Grab vor Ablauf der Mindestruhezeit nicht.

Das beschloss das Oberverwaltungsgericht Lüneburg (Az. 8 LA 152/15).

Die Geschichte dahinter:

Ein Mann wollte die sterblichen Überreste seines 2013 verstorbenen Vaters umbetten lassen, nachdem die Witwe und zweite Ehefrau sich zwischenzeitlich entschieden hatte, sich nicht im selben Grab bestatten zu lassen.

Der Sohn aus erster Ehe wollte den Vater nun in das schon vorhandene Familiengrab – in dem auch dessen erste Frau und seine Tochter bestatten worden waren – umbetten lassen.

Der Friedhof weigerte sich.

Die Richter wiesen die Klage des Sohnes mit der Begründung ab, dass es unsicher sei ob der Verstorbene dies wirklich gewollt hätte. Eine Umbettung sei nur aus wichtigem Grund zulässig, etwa wenn Ehepartner nur dann im selben Grab beerdigt werden könnten.

Bemerkung:

Wie in unserem Artikel Wenn ich mal nicht mehr bin – Ein Platz für die Ewigkeit erwähnt, sind in vielen Friedhöfen nur noch selbst auflösende Urnen aus zb. Zellulose, Holz oder Naturharzen erlaubt. Damit löst sich das Thema mit der Umbettung wortwörtlich selbst.

Quelle: Zeitschrift Test der Stiftung Warentest – April 2016

 

Der Beitrag ‘Spotlight Bestattungsrecht‘ erschien zuerst auf dem SinnVoll-Trauern Blog

 

 

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