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‚Leben und Tod‘ 2018: „Mit Leib und Seele!“

Am 04. und 05. Mai 2018 findet zum 9. Mal der Fachkongress rund um das Thema ‘Tod’ in den Bremer Messehallen statt und zum zweiten Mal werden auch die Blogger wieder extra betreut, mit dem 2. offizielle Blogger-Treffen, das wieder am Samstag stattfinden soll.

Interessant in diesem Jahr

Die LEBEN UND TOD ist mit einer Mischung aus einem Fachkongress für Haupt- und Ehrenamtliche aus Hospiz, Palliative Care, Seelsorge, Trauerbegleitung und Bestattungskultur, den offenen Vorträgen für Privatbesucher*innen sowie einer begleitenden Ausstellung rund um die Themen am Ende des Lebens noch immer einzigartig in Deutschland. Mit dem Schwerpunktthema in diesem Jahr „Der Seele mehr Raum geben“ widmet sich die Veranstaltung der Spiritualität am Lebensende.

Und darum geht es:

Nicht nur Patienten und ihre Angehörigen, sondern auch Mediziner, Pfleger, Seelsorger und Psychotherapeuten auf Palliativstationen sind mit dem nahenden Lebensende der Betroffenen konfrontiert. Welche Rolle spielt Spiritualität in ihrer Arbeit? Wo hört die Seelsorge auf und wo beginnt die Psychotherapie?

Darüber sprechen Experten beim 9. Fachkongress der LEBEN UND TOD am Freitag und Samstag, 4. und 5. Mai, in der Messe Bremen. Angestoßen durch die Hospizbewegung und die Palliativmedizin ist seit einigen Jahren ein stärkeres Interesse an der spirituellen Dimension in Medizin und Psychotherapie zu beobachten.

„Der Seele mehr Raum geben“, fordert auch Prof. Dr. Michael Utsch. Der Religionspsychologe arbeitet an der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen und zeigt in seinem Vortrag unterschiedliche Methoden auf, sich mit dem Hier und Jetzt, aber auch mit der Endlichkeit des Lebens useinanaderzusetzen. „Der kulturelle und spirituelle Hintergrund des Menschen wird in der Psychologie häufig vernachlässigt. Er bildet aber eine Säule der Identität, die sich gerade in Krisenzeiten als wesentlich herausstellt. Atemübungen, Meditation und Yoga können Möglichkeiten sein, im Augenblick anzukommen und geistesgegenwärtig zu leben“, sagt Utsch.

In eine ähnliche Richtung geht der Vortrag des Psychologen Jan Gramm. „Auch wenn sich nicht alle Psychologen im Palliativbereich als spirituell bezeichnen, thematisieren sie Spiritualität doch zumindest als Ressource der Klienten“, sagt Gramm. „Wenn die spirituelle Dimension jedoch bewusst als Kernbestandteil von Palliativpsychologie verstanden wird, kann diese Verankerung als Bezugsrahmen für das psychologische Tun dienen.“ Anhand von praktischen Beispielen beleuchtet der Geschäftsführer des Instituts für Palliativpsychologie die Thematik im Rahmen der LEBEN UND TOD.

Der Theologe Markus Starklauf ist Leiter der Hospiz-Akademie Bamberg und befasst sich mit der Gesprächsführung von Seelsorgern und Psychotherapeuten, die über mehr als reine Kommunikationskompetenz verfügen müssen. „Es ist wichtig, dass sich die Berater auf den Patienten und seine Lebenswelt einlassen – unaufdringlich und auf Augenhöhe“, sagt Starklauf. Er gibt in seinem Fachvortrag „Wenn du magst, erzähle mir von deiner Welt…“ Impulse zur seelsorgerlichen Gesprächsführung und erklärt, wo die Seelsorge mit ihren Kompetenzen an ihre Grenzen stößt und die Psychotherapie übernehmen muss.

Die LEBEN UND TOD ist in ihrer Form einzigartig in Deutschland. Sie richtet sich mit ihrem Fachkongress sowohl an haupt- und ehrenamtlich Tätige in Hospiz, Pflege und Palliative Care als auch in Seelsorge, Trauerbegleitung und der Bestattungskultur. Eine weitere Besonderheit ist ihre Themenvielfalt: Wie geht man mit den Ambivalenzen von Lebenslust und Sterbensangst um? Inwieweit kann und darf Nahrung als lebensverlängernde Maßnahme über Leben oder Tod entscheiden? Auch die Frage nach der Bedeutung von Sexualität am Lebensende wird thematisiert. Den Eröffnungsvortrag hält Nikolaus Schneider, ehemaliger Präses der Evangelischen Kirche in Deutschland. In seiner Rede zum Thema „End-lich leben – Mit Leib und Seele Tod und Vergänglichkeit akzeptieren“ spricht er über den Tod seiner Tochter. Ergänzend dazu finden Besucher auf der begleitenden Messe Produkte, Dienstleistungen und Informationen von rund 130 Ausstellern. Neben therapeutischen Mitteln, Schmerz- und Aromaölen, Klangschalen, Trauerschmuck oder Literatur finden sich auch viele Verbände, Vereine oder die verschiedenen Religionsgemeinschaften.

Die LEBEN UND TOD ist am Freitag, 4. Mai, von 9 bis 18 Uhr und am Samstag, 5. Mai, von 9 bis 16.30 Uhr geöffnet. Der Eintritt zur Ausstellung kostet 6 Euro, der Zugang zum Kongress ab 25 Euro. Interessierte Fachteilnehmer können sich online registrieren.

Bei Interesse an der Blogger-Veranstaltung wird eine kurze Voranmeldung erbeten bei Meike Wengler unter

MESSE BREMEN & ÖVB-Arena
WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH
Findorffstraße 101
28215 Bremen

T 0421.3505 379
F 0421.3505 15 588

eMail: wengler@messe-bremen.de

Mehr Infos finden Sie unter der Homepage des Kongresses www.leben-und-tod.de.

 

Weitere Beiträge zur Ausstellung finden Sie hier:

Unser Besuch auf der ‘Leben und Tod 2015’

Vorankündigung ‘Leben und Tod 2016’

Trost-Shop auf der ‘Leben und Tod 2016’

‚Leben und Tod 2017‘ „Es ist Zeit…“

Leben und Tod 2018 “Mit Leib und Seele”

Der Beitrag Leben und Tod 2018 “Mit Leib und Seele” erschien zuerst auf dem SinnVoll-Trauern Blog

Bildmaterial: Susanne Krieger (Banner) – Quelle: Messe Bremen Pressemitteilung

 

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