Den Tod nicht ausklammern

Frankfurter Neue Presse – 2010

Eva-Maria Popp: Referat in Mengerskirchen

zum Thema ‘Kinder und Trauer’

Mengerskirchen (ts.)

Wie können Kinder Trauer bewältigen? Darüber hat die Diplom-Pädagogin Eva-Maria Popp im kleinen Bürgersaal des Mengerskirchener Schlosses gesprochen.

Den zahlreich erschienenen Zuhörern stellte sie ihr ‘Trauerpaket für Kinder’ vor und zeigte auf ihr Buch ‘Tim trauert um seinen Freund’ verweisend, Wege und Möglichkeiten auf, wie man Kindern helfen kann, mit der Trauer umzugehen. Popp ist seit Jahren an einer Fachakademie für Sozialpädagogik als Dozentin für Psychologie, Pädagogik und Religionspädagogik beschäftigt. Kinder verstünden den Tod in seiner ursprünglichen Form und erfassten ihn intuitiv, sagte Popp. Wenn sie gut begleitet würden, könnten sie in ihrem zukünftigen Leben mit Verlusten besser umgehen.

Der Tod sei die größte ‘Sicherheit’ im Leben, so Popp, deshalb dürfte er nicht ein Tabuthema sein, Die Meinung, dass man mit Kindern nicht über den Tod reden dürfe, sei falsch. Kinder bekommen Angst, weil nicht darüber gesprochen werde.

Das Thema Tod auszuklammern, sei für Kinder schädlich, sie sollten sich damit wie mit jedem anderen Thema befassen können. Für die Trauerarbeit stellte die Referentin ein ‘Krisenverarbeitungsmodell’ vor. Trauer beginne mit einem Schock dem die Leugnung und Ungewissheit folge, denen sich die endgültige Gewissheit anschließe. Aggression sei der nächste Schritt, die aber in Depression umschlagen könne, wenn kein aktiver Trauerprozess stattgefunden hat.

Der Tote ‘lebt’ weiter

Falsch sei auch die Ansicht vieler Angehöriger: ‘Ich will den Verstorbenen nicht mehr sehen, er soll in meiner Erinnerung bleiben, wie er lebte.’ Der ‘Tote’ lebe somit weiter, eine Trauer könne nicht einsetzen.

In ihrem Buch ‘Tim trauert um seinen Freund’ zeigt Eva-Maria Popp dass Kinder bei der Trauer ebenso wie die Erwachsenen alle Phasen der Trauer durchmachen.

 

Weil Sterben zum Leben gehört!

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