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Serie ‘Zum Ende des Lebens’ – Teil 1: Wunsch und Wirklichkeit

Wussten Sie, dass sie jederzeit die freie Wahl haben, welchen Bestatter Sie beauftragen wollen? Oder dass Sie sehr wohl selbst bestimmen können, welche Kleidungsstücke der oder die Verstorbene/r auf ihrer letzten Reise tragen sollen? Haben Sie schon einmal etwas von den Top3 der Beerdigungssongs gehört? Oder wollen Sie wissen welche Dinge Sie selbst regeln können? Dann folgen Sie unserer 10teiligen Beitragsserie sich im diesem Teil mit dem Thema ‚Wunsch und Wirklichkeit‘ beschäftigt und in Zusammenarbeit mit AETAS Lebens- und Trauerkultur entstanden ist.

Wie wir uns das Sterben vorstellen

Gian Domenico Borasio ist ein italienischer Mediziner und ordentlicher Professor für Palliativmedizin und Verfasser mehrerer sehr erfolgreicher Bücher rund um das Thema Sterben. In seinem Buch ‚Über das Sterben’ (2011 C.H. Beck Verlag) bringt er es auf den Punkt:

Bei seinen Vorträgen hat er viele Zuhörer nach den Wunschvorstellungen für ihr eigenes Sterben befragt. Er bat sie, sich zwischen folgenden Möglichkeiten zu entscheiden:

  1. Durch einen plötzlichen, unerwarteten Tod aus voller Gesundheit heraus, z.B. durch einen Herzinfarkt
  2. Durch einen mittelschnellen Tod durch eine schwere, fortschreitende Erkrankung (z.B. Krebs) über ca. zwei bis drei Jahre hinweg, bei klarem Bewusstsein, mit bester Beschwerdelinderung und Palliativbegleitung
  3. Durch einen langsamen Tod durch eine Demenzerkrankung über einen Zeitraum von acht bis zehn Jahre, auch hier bei bester Pflege und Palliativmedizin.

Dass die Erwartungen in unser Ende haben mit der Realität nicht viel zu tun haben, zeigt die nachstehende Grafik:

Sterben_Wunsch_Wirklichkeit

Und an welchem Ort

Ebenfalls sehr interessant ist die Frage nach dem ‚Wo‘ und auch hier gibt es ein erstaunliches Missverhältnis:

Sterben_Ort_Wunsch_Wirklichkeit

Man sieht: Wir sind uns noch nicht so klar darüber was uns erwarten könnte. Und lassen daher gern aus den Augen, dass es durchaus sinnvoll wäre, sich mit dem Thema zu beschäftigen, bevor es sich mit unseren Angehörigen oder uns selbst beschäftigt.

Doch wie sind eigentlich die Abläufe nach Eintritt eines Todesfalles? Wie lange darf man seinen Toten zuhause behalten? Wann muss ein Bestatter informiert werden? Wer stellt eigentlich den Totenschein aus und was ist zu beachten, wenn der Tote von der Kripo beschlagnahmt wird?

Die Antwort auf diese Fragen finden Sie im zweiten Teil dieser Serie. Abonnieren Sie unseren Newsletter damit Sie keinen Beitrag verpassen.

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